Zähneputzen-wie geht das denn richtig?

Die Kinderzahnbürste sollte bereits beim Durchbruch der ersten Zähnchen zum Einsatz kommen. Die Eltern sollten sich für das Putzen der Zähne Zeit lassen und es als festes Morgen-und Abendritual einrichten. Ab dem dritten Lebensjahr ist ein Kind selbst in der Lage, eine Zahnbürste zu benutzen. Jedoch ist es bis in die Schulzeit hinein ratsam, zu kontrollieren, nach zu putzen und vor allem zu motivieren. Milchzähne dienen als Platzhalter für bleibende Zähne, die in dieser Zeit kommen. Gerade jetzt ist die sorgfältige Pflege und Reinigung wichtig. Neben der regelmäßigen Pflege ist auch die Wahl der Zahnpaste entscheidend. Mit Durchbruch des ersten Michzahnes empfiehlt es sich, die Zähne mit einer Kinderzahnpaste mit einem Fluorgehalt von 500ppm (pars per million) zu putzen. Tritt der Zahnwechsel ein, müssen die Zähne mit einer Juniorzahnpaste (Fluorgehalt 1200ppm) gereinigt werden. Im jugendlichen Alter ist der Übergang von der Junior- zur Erwachsenenzahnpaste (ca. 1400ppm) fließend.

 

Eine bewusste, ausgewogene Ernährung minimiert das Kariesrisiko und wirkt sich positiv auf Zähne und Zahnfleisch aus. Kinder sollten statt Süßigkeiten lieber einen gesunden Apfel essen. Als Durstlöscher sind Wasser und ungesüßte Tees gut geeignet. Unser geschultes Team gibt Ihnen gerne weitere Ernährungstipps, um die Mundgesundheit zu erhalten. Regelmäßige Kontrolle Um eine gute Basis für gesunde bleibende Zähne zu schaffen, sind regelmäßige (mind. halbjährlich) Besuche beim Zahnarzt sinnvoll. Im Rahmen dieser regelmäßigen halbjährlichen bzw. vierteljährlichen Kontrolluntersuchungen werden bei Kindern ab 6 Jahren zusätzliche Behandlungen zur Vorbeugung und Gesunderhaltung der Zähne durchgeführt.

 

Dazu gehören:

  • Aufklärung über die richtige Mundhygiene
  • Demonstration und Üben des richtigen Zähneputzens, altersgerecht umgesetzt und an die motorischen Fähigkeiten des Kindes angepasst
  • Ernährungsberatung
  • Gründliche Reinigung und Politur nach Überprüfung der Zahnpflege mit Färbelösung
  • Karieskontrolle und ggf. Röntgenaufnahmen der Zahnzwischenräume
  • Fluoridierung der Zähne 
  • Fissurenversiegelung auf den Kauflächen

Im Anschluss ist eine Kinderprophylaxe ratsam. Unser geschultes Personal zeigt den Kindern mittels Färbetabletten ihre Putzschwachstellen und altersgerechte Putzübungen. Diese Putzübungen sollten ebenfalls halbjährlich wiederholt werden, damit sich keine Fehler einschleichen können. Bei ausgeprägten Fissuren, "den Tälern des Zahnes“, sollte eine Fissurenversiegelung gemacht werden. Das Kariesrisiko wird dadurch erheblich gesenkt.

 

Fluorid ist ein essentielles Spurenelement, welches u.a. für die Zahnentwicklung mit verantwortlich ist. Fluoride nimmt der menschliche Organismus täglich in Form von Nahrung zu sich. Leider ist die Menge häufig nicht ausreichend, so dass eine zusätzliche Einnahme notwendig ist. Eine ergänzende Fluorideinnahme macht die Zähne widerstandsfähiger gegen kariogene Bakterien. Zusätzlich remineralisiert Fluorid Schmelzdefekte und vermeidet eine weitere Behandlung.

Fluor kann in verschiedenen Formen ergänzend eingenommen werden:

  1. Fluoridhaltige Zahnpasta oder Spüllösung 
  2. Fluorid-Lacke oder Fluorid-Gel (aber bitte nicht zuviel)
  3. In Tablettenform (in Absprache mit dem Kinderarzt) 
  4. Ernährung (z.B. fluoridiertes Speisesalz, sehr fischreiche Ernährung)